Rundtour auf Fuerteventura

02.10.2016

Reine Fahrzeit:

04:34:09 Stunden

 

Zeit insgesamt:

06:10:20 Stunden 

 

Kilometer:

64,79 km

 

Maximale Höhe:

265 m

 

Minimale Höhe:

-23 m

 

Wetter:

Sonnig oder bewölkt und ca. 25°C. Bei praller Sonne allerdings definitiv heißer!!!

 

Hola,

 

Nein ich habe mich nicht verschrieben. Meine erste Tagestour mache ich nämlich auf Fuerteventura und da spricht man spanisch. Also hola statt Hallo.

Diese Insel ist ehrlich gesagt erst auf den zweiten Blick schön. Gestern noch dachte ich, ich mag sie gar nicht, da ich Lanzarote ja liebe, aber heute beim Fahren merke ich, daß sie auch ihren Charme hat.

Die ersten 15km bin ich immer leicht bergan  zwischen den Bergen durch gefahren. Und Berge gibt es hier ne Menge.

Es ließ sich aber gut in nem mittleren Gang fahren.

Und ich weiß jetzt schon, das ich die letzten 15km fast ausschließlich (mit 1-2 Ausnahmen) bergab fahren kann, da die Strecke identisch ist.

Ab jetzt fahre ich quasi einmal nen Kreis und komme dann hier wieder an.

So, jetzt erst mal weiter nachdem ich meine Flasche nachgefüllt habe. Mal schauen wieviel Wasser heute in mich rein geht.

Ich hab 3Liter dabei und nen Liter meiner obligatorischen Cola.

 

So, jetzt hab ich schon fast 40km hinter mir und mache meine zweite längere Rast.

Rast machen ist hier echt schwierig, da es dafür einfach keine Möglichkeiten gibt.

Jetzt gerade sitze ich auf dem Seitenstreifen einer recht wenig befahrenen Landstraße und direkt daneben verläuft die Autobahn. Also eigentlich kein schöner Platz für eine Rast.

Ich habe inzwischen eine echt anstrengende Kletterpartie auf einen Berg hinter mir, dafür aber auch eine endlos lange schöne Abfahrt.

Und ne abgesprungene Kette hatte ich auch schon.

Kette wieder drauf, dafür Hände schwarz.

Gerade war hier noch Schatten, jetzt sitze ich allerdings in der prallen Sonne, deshalb muss ich jetzt die Pause abbrechen und den nächsten Hügel hochkraxeln.

 

Oh mann, das ist echt spannend hier.

Nachdem ich den Berg hochgekraxelt war, war dort ein Aussichtspunkt mit einem Café.

Und einem Durchfahrtverbotenschild auf der Straße, auf der ich laut Navi weiter sollte.

Also hab ich den Aussichtspunkt genutzt und nach Alternativen Ausschau gehalten. Dumm nur das ich keine fand.

Irgendwann hab ich dann den Wirt gefragt, der mit spanischer Gelassenheit sagte: "Mit dem Fahrrad, kein Problem. Fahr ruhig die Straße weiter."

Hab ich dann gemacht und er hatte recht. Mit dem Auto wäre man an der quer über die Straße laufende Leitplanke gescheitert. Mit dem Rad gab es einen Schlupfwinkel, so dass man auf der nächsten Straße weiterfahren konnte.

Glück muss man haben.

Ich nähere mich langsam dem Abzweig von heute morgen und freu mich auf die Abfahrten, denn bis hierher war es echt anstrengend.

 

Wow, ich bin k.o. aber wieder in meinem Zimmer, wo ich dann gleich mal die Reinigungskraft verwirrt hab, als ich mit meinem Fahrrad um die Ecke kam.

Zu meinem Zimmer muss ich mein Fahrrad 6 Stufen runter tragen, was eigentlich überhaupt kein Problem ist. Allerdings sahen meine Beine das doch tatsächlich anders, so daß ich beinahe samt meinem Rad ganz schnell unten gewesen wäre. Die Beine sackten mir einfach so weg. Langsam und mit Nachstellschritt bin ich aber unfallfrei unten angekommen.

Mein Gesicht fühlt sich gerade so an, als hätte ich ein leichtes Sandpeeling aufgelegt. Vielleicht bin ich aber auch im Gesicht schwarz vom Kettenmassaker. Kann gerade nicht in den Spiegel schauen, da die Dame noch im Zimmer rödelt und ich auf dem Balkon sitze.

Freue mich gleich auf die Dusche und aufs Beine hochlegen und später geht es dann zum Entspannen noch ne Runde schwimmen.

Adiós amigos

Der Triathlon ist fast voll, nur die Reihenfolge und natürlich Kilometer und Tempo stimmen nicht.

2km Schwimmen liegen hinter mir, genauso wie die wohltuende Dusche.

Jetzt hab ich mir wahrlich mein Abendessen verdient.

 

Adiós und bis zur nächsten Tour

 

@Malte

Wow, nicht schlecht!