Tag 12

17.04.2014

 

Startort: Burgos (06:35 Uhr)  Zielort:  Hontanas (14:40 Uhr)
Tageskilometer: 33,,44 km   Kilometer insgesamt: 340,51 km
minimale Höhe: 819 m  maximale Höhe: 934 m

Wetter:

strahlend blauer Himmel, sonnig, warm, meist ein leichter erfrischender Wind.

 

 

 

Heute bin ich in dem Ort, den es lange Zeit nicht gibt.

 

Wow das war wirklich crazy (verrückt) man läuft und läuft und läuft, sieht aber nichts.

 

Aber von vorn.

Heute morgen hatte ich das erste mal das Vergnügen eines Massenstarts.

Ich wollte schön, wie immer gegen 6Uhr starten und stehe vor verschlossenen Türen. Tja wer lesen kann ist klar im Vorteil, die Tür öffnet erst um 06:30Uhr. 

Also erstmal wieder hingesetzt und nen O-Saft aus dem Automaten getrunken.

Bis 06:30Uhr hatten sich dann an die 10 Personen versammelt, die rauswollten. Mit der spanischen Ruhe und Gelassenheit wurde die Tür dann gemächlich um 06:35 Uhr geöffnet.

Und alle raus.

Einer gab ein sehr schnelles Tempo vor und alle hinterher. Nein, nicht alle. Ich hab mir das ganze von hinten angeguckt, denn das Tempo wollte ich nicht mitgehen.

Eine gute Entscheidung wie sich später rausstellte. Die Horde preschte davon und aufgrund des Weges konnte ich mir das Schauspiel lange anschauen.

Nach etwa einer Stunde tauchten die ersten Abgesprengten wieder vor mir auf. Nach 2Stunden hatte ich fast alle eingeholt.

 

Also immer schön das eigene Tempo gehen!!!

 

Ansonsten war es heute eine sehr schöne Strecke. Über die Hochebene Spaniens, auch meseta genannt.

Wie das Wort schon sagt, liegt die Hochebene hoch, also musste ich erstmal etwas rauf, was aber gemächlich vor sich ging. Es war also super zu laufen.

Die ersten 20km waren um 11:30Uhr bewältigt und Füßen und Beinen ging es gut, also nahm ich nach einer Pause im Schatten der Kirche und nach dem Auffüllen der Wasservorräte die nächsten 11km in Angriff.

 

Diese führten weiter durch die meseta, teilweise leicht hügelig, meist aber eben.

Tja und dann läuft man dann durch die meseta, die Sonne scheint auf einen runter und man weiß, ab einer gewissen Kilometerzahl, gleich müsste der nächste Ort kommen.

Ihr glaubt gar nicht wie oft ich in der letzten Stunde meines Weges dachte: Nach der nächsten Kurve / dem nächsten Hügel siehst du den Ort.

 

Irgendwann kam glücklicherweise ein Schild, mit einem Hinweis auf den Ort und mit der mit meinem Navi übereinstimmenden Kilometerangabe, aber den Ort sah ich immer noch nicht.

 

Erst 200m vor dem Ortseingang und exakt 600m vor der Herberge in der ich jetzt liege (und mir das Schnarchen einer Zimmergenossin anhöre) konnte man endlich den Kirchturm erspähen.

Der Ort liegt komplett in einer Senke und war deshalb die ganze Zeit nicht zu sehen.

Scheint aber ganz süß zu sein.

Die Bilder der municipal sahen nicht so schön aus, deshalb heute eine private Herberge.

6Bettzimmer für 7€ und die Betten sind gut!!!!

 

Gehe dann jetzt gleich mal die Duschen testen.

 

Bis morgen!!!!

Gästebucheinträge

 

Otto

Donnerstag, 17. April 2014 16:48 Uhr

Hallo Ute, Maria und Heinz Holkenbrink sind gerade hier. Sie wollen aber nicht selber schreiben viele Grüße von den beiden und auch von Maria. Ist schön, dass es so Gut geht. Die besten Grüße von Mir. Otto

 

Ute

Donnerstag, 17. April 2014 18:38 Uhr

Das nächtliche Einschließen in der Herberge war übrigens zum Schutz der Pilger, damit man nicht am nächsten Morgen mit von Partys übrig gebliebenen Jugendlichen und Obdachlosen aufwacht Das scheint in Burgos nämlich ein Problem zu sein. Und den Geräuschen von der Straße aus zu urteilen eine berechtigte Maßnahme.