Tag 18

23.04.2014

 

Startort: Calzadilla de la Cueza (06:20 Uhr)  Zielort:  Sahagun (14:30 Uhr)
Tageskilometer: 24,42 km   Kilometer insgesamt: 438,71 km
minimale Höhe: 813 m  maximale Höhe: 906 m

Wetter:

morgens wolkig mit ihm und wieder Regen, mittags sonnig bis wolkig mit Wind.

 

 

 

So. Auch Tag 18 ist geschafft.

 

Heute war nicht nur das Wetter ein bißchen wechselhaft, für mich war es auch der Weg.

Dieser wechselte immer wieder zwischen steinigem Weg und asphaltiertem Weg.

Wobei mir der asphaltierte heute eindeutig besser gefiel.

Der steinige Teil war teilweise sehr schwierig zu gehen und man musste die ganze Zeit aufpassen wo man wie hintritt.

Anstrengend!

Aber ansonsten war die Strecke heute wieder abwechslungsreicher und interessanter.

Die Landschaft ist hier eigentlich sehr schön, aber man kann das auf Fotos halt nicht wirklich festhalten, denn die Fotos würden jeden Tag ähnlich oder gleich aussehen.

Ein paar Fotos mache ich natürlich trotzdem.

Unterwegs gab es heute ein süßes kleines Café, in dem man sich sein Frühstück selbst zusammenstellen konnte. Die hatten von Müsli über dunkles Brot Joghurt Obst ... alles da, aber nicht als Büfett, sondern in der Theke und du hast dann gesagt was du möchtest.

 

Jetzt brauch ich erstmal ne ordentliche Pause und dann muss ich noch ein paar Kleinigkeiten für morgen einkaufen. Aber grad ist ja Siesta in Spanien.

Daran kann ich mich nicht so richtig gewöhnen.

Morgens läuft man ständig durch völlig verschlafene Dörfer, ich glaube vor 10Uhr passiert hier nichts und abends wenn man ankommt wieder das selbe Bild. Alles zu und erst zwischen 16 und 17 Uhr geht es weiter.

Nicht meine Welt.

Aber gut, ich muss ja eh noch essen, dann wird halt vorher eingekauft.

 

So, erste Pause, Einkauf und damit auch fast das Essen erledigt. Heute bleibt die Küche kalt. Brot Käse und Joghurt sind ja zur Abwechslung auch mal ganz nett. Nicht nur das die Spanier fast nie arbeiten, die haben heute auch schon wieder irgendnen regionalen Feiertag. Irgendwas mit nem heiligen in Castillien und Leon. 

Könnt ihr ja mal für mich rausfinden

Trotzdem gibt es immer wieder einen netten Supermarktbesitzer, der für arme Pilgerer öffnet.

 

Das mit den Kilometerangaben ist hier übrigens so ne Sache

Ihr bekommt immer die Kilometerzahl von meinem Navi

Das heißt das ist die von mir tatsächlich gelaufene Zahl. Meine beiden Pilgerbücher haben schon minimal unterschiedliche Angaben und wenn wir dann mit den Büchern der anderen vergleichen kommen wir teilweise auf Unterschiede von bis zu 5km

Dazu kommen dann noch die netten Hinweise am Wegesrand, die zum Teil sehr interessante Kilometerangaben bis Santiago anzeigen. Ich denke die kann man momentan gar nicht in Betracht ziehen, die ändern sich von Region zu Region und manchmal innerhalb von 5 Minuten

5Minuten nach dem ersten Schild muss man dann plötzlich 50km mehr laufen wie noch vor 5 Minuten

Irgendwann werde ich Santiago erreichen und wissen wieweit ich gelaufen bin

Denn schließlich laufe ich nicht die Ideallinie und biege auch mal zu ner Bank oder nem Rastplatz ab.