Tag 32

07.05.2014

 

Startort: Arca Pedrouzo (07:09 Uhr)  Zielort: Lavacolla (12:47 Uhr)
Tageskilometer: 10,81 km   Kilometer insgesamt: 609,48 km
minimale Höhe: 246 m  maximale Höhe: 362 m

Wetter:

zunächst grau, beim Anstieg kam dann die Sonne raus und ich dachte: "Dich kann ich grad gar nicht gebrauchen". Da verschwand sie wieder und es fing an zu nieseln. Das wollte ich dann ja auch wieder nicht, da wechselte sich beides immer wieder ab

Heute also Wetter auf gedankliche Bestellung.

 

 

 

So, heute dann mal Luxus pur.

Sauteures Hotelzimmer, aber alles andere hier vor Ort sah so heruntergekommen aus, das ich da nicht schlafen wollte.

Und weiterlaufen kam auch nicht in Frage.

Also heute etwas Luxus, bevor ich morgen dann ankomme. Ich hoffe ich werde dann jetzt wenigstens satt und es schmeckt auch, denn auch das Menü hat hier so seinen Preis.

Na egal.

 

So, nun zum Weg.

Heute war es zunächst ganz okay, aber dann kam doch ein heftiger Anstieg zum Flughafen hoch. Der hatte es echt in sich. Tja und dann hatte ich ja gehofft, ein paar nette Fotos von den Flugzeugen machen zu können, aber das war so ne Sache.

Man hörte die Flugzeuge ganz gut und einmal konnte ich auch nen Blick durch nen Busch erhaschen, aber dann war es auch schon wieder weg.

Tja und dann führte der Weg direkt unter der Einflugschneise her.

Also man lief direkt unter dem rot-weißen Turm mit den Lichtern drauf her, der den ankommenden Flugzeugen den Weg weist.

Und als ich direkt unter diesem Turm stehe, sehe ich ein Flugzeug auf mich zukommen.

Es ist natürlich über mir her geflogen, aber es sah echt so aus, also würde es auf mich zufliegen.

In der Geschwindigkeit in der das alles passierte, konnte ich natürlich nicht meinen Fotoapparat startklar bekomme und hab mich dann intuitiv fürs Ohren zu halten entschieden, was glaube ich die klügere Variante war, denn auch mit zugehaltenen Ohren war es echt laut.

Das war echt irre, ich hatte das Gefühl, wenn ich die Hand ausstrecke kann ich es anfassen.

 

Nach diesem Erlebnis und da grad ne Bar im Weg stand hab ich erstmal ne Pause gemacht und mich glatt nen bißchen verquatscht, so daß die Pause dann ein bißchen länger wurde.

Der nächste Ort war auch eh schon mein Ziel für heute.

Ich wusste, dass es hier nur Pensionen oder Hotels und keine Herbergen gibt, aber nachdem ich drei Pensionen lieber nicht mal betreten wollte um nach dem Preis zu fragen, kam mir das Hotel in dem ich nun beim Essen (Vorspeise heute mal Rührei mit Garnelen und Pilzen) sitze ganz gelegen und der Preis war mir dann auch irgendwie egal.

Die Daten wo ich bin, wie weit ich gelaufen bin und so, muss ich gleich nachliefern, hab das Navi im Zimmer gelassen.

 

 

Danke für den heimlichen Tipp Christian, aber leider trägt mich mein Fuß heute nicht bis dort hin, da komme ich erst morgen vorbei und dann muss ich nicht übernachten. Aber ansonsten hätte ich das glatt gemacht

Dankeschön

So, Daten nachgeliefert. Und auch frisch geduscht im Zimmer auf dem Bett, wo ich mich bis morgen früh auch nicht wegbewegen werde, außer zum Klo.

Der Flughafen an dem ich vorbeigekommen und beinahe umgeflogen wurde ist übrigens der, von dem ich am Samstag auch nach Hause fliege

Allerdings bin ich sehr froh, den ursprünglichen Plan, direkt am Flughafen einen Rückflug zu buchen aufgegeben hatte, denn das Flughafengebäude hab ich nicht mal aus Entfernung gesehen

 

Morgen werde ich dann mal wieder ganz früh starten, denn ich will wenn es irgendwie klappt um spätestens 11:30 Uhr in Santiago sein, damit ich dann um 12Uhr in den Pilgergottesdienst gehen kann

Es sind nur noch ca. 10km, aber ich muss auch nochmal nen Berg hoch, von dem ich dann bei hoffentlich gutem Wetter und nur von einer ganz bestimmten Stelle aus schon die Kathedrale sehen kann. (Sagt mein Reiseführer)

Laut Christian sind es dann nur noch 1,5Stunde bis zur Kathedrale, für mich also vermutlich 3Stunden. Wobei, vielleicht gibt mein Fuß, mit Aussicht auf die wirklich allerletzten Kilometer ja auch nen bißchen Gas, man weiß ja nie.

 

Mein Mittagessen war übrigens für ein Hotel mit den Zimmerpreisen eher mittelmäßig. Ich habe schon wesentlich besser gegessen, aber es war okay.

 

 

So nun werde ich mal ein wenig entspannen und mich erholen.

Vielen Dank für deine Unterstützung Otto!!!

Ich werde an deine Worte denken, wenn ich den Kirchturm sehe.

Ach ja, für die nächsten zwei Nächte hab ich schon ein Hotelzimmer gebucht, das heißt die Suche nach einem Zimmer fällt morgen weg. Nur das Pilgerbüro (hoffentlich ohne lange Schlange) die Kathedrale und ich

 

Für heute gute Nacht und dann morgen

 

AUF NACH SANTIAGO

Gästebucheinträge

 

Otto

Mittwoch, 7. Mai 2014 17:17 Uhr

Alles Gute für den Endspurt. Ich werde am 8.5. um 12 Uhr an dich denken. Denk daran, wenn man den Kirchturm sieht, ist es nicht mehr weit und es gibt neue Kraft.

 

Susanne Bode

Mittwoch, 7. Mai 2014 21:14 Uhr

Liebe Ute, kurz vor Ende deiner Reise ist es mir endlich gelungen mit unserem neuen Computer Frieden zu schließen, so daß ich dir doch noch ganz liebe Grüße senden kann. Ich habe mit Spannung deinen Reisebericht verfolgt und häufig mitgefiebert. Genieße noch die Tage in Santiago und erhol dich dann gut zu Hause. ich freue mich schon auf unseren nächsten Theaterabend und deine Einschätzung des Stückes. Aber bis dahin ist es ja jetzt nicht mehr so lang. Bis bald... Susanne